Theorie der Telepathie

Die mit dem Acht-Welten-Modell der Wirklichkeit (AWM) am leichtesten zu erklärende Form der Außersinnlichen Wahrnehmung  ist die Telepathie. Gegeben sind zwei Personen a und b; ihren PC-, ICC- und ICO-Symbolen sind "a" bzw "b" anzuhängen.

Die Symbole für Person a lauten:                PCa - ICCa - ICOa
Die Symbole für Person b lauten:                PCb - ICCb - ICOb.

Die Reihenfolge von links nach rechts ist gleichgültig. Wir können also die Symbole für beide Personen in folgende Reihe schreiben:

                                        PCa - ICCa - ICOa  /   ICOb.- ICCb - PCb

Die beiden ICOs (a und b) gehören zwar zwei Personen (a und b) an, aber ein und derselben Welt (ICO). Da "Welt" ein der individuellen "Person" ontologisch übergeordnetes Strukturprinzip der Wirklichkeit ist, ist verständlich, dass Gegebenheiten ein und derselben Welt sich miteinander "vermischen" können, auch wenn sie unterschiedlichen Personen angehören; dass also die Gegebenheiten der beiden Person-Welten einander beeinflussen oder sich "überlappen", derart, dass z.B. die Person a Gedanken (ICO) hat, die nicht ihrem eigenen Denken (ICCa) entsprungen sind, sondern dem Denken (ICCb) der anderen Person b, so dass a die Gedanken von b (ICOb) "lesen" kann". Diese außersinnliche "Teilhabe" einer Person an Gedanken einer anderen Person wird "Telepathie", im Volksmund auch "Gedankenlesen", genannt. In der folgenden Abb.1-1 wird diese Art von Telepathie dadurch veranschaulicht, dass die beiden Person-ICOs von einem Rechteck umschlossen werden, so die teilweise Vereinigung zweier Personen, nämlich die Vereinigung ihrer Gedanken, symbolisierend.

Abb. 1: Die nach dem AWM mögliche telepathische "Teil-Vereinigung" zweier Personen

Hier handelt es sich also nicht um eine sinnlich vermittelte Gedankenvereinigung oder -übertragung, sondern um eine außersinnlich zustande gekommene. Die "normale", d.h. sinnlich vermittelte, Gedankenübertragung erfolgt im Alltagsleben dadurch, dass Person a einen Gedanken mit Worten äußert, die eine andere Person b wiederum hört (oder liest) und den in Worten ausgedrückten Gedanken erkennt, der ihr als wahr einleuchtet, so dass Person b ihn als nunmehr auch ihre eigene Meinung darstellend übernimmt. In diesem Falle also ist das akustische Sinnesorgan (VM) in Tätigkeit, das Schallwellen (UCM) als Laute erleben (PC) lässt, deren (Wort)bedeutung erkannt (MC) wird, so dass schließlich auch ein ganzer Gedanke (MO/ICO) erfasst (MC/ICC) wird.

Im Falle der Telepathie ist dagegen keinerlei Sinnesorgan an der Informationsaufnahme und Informationsverarbeitung beteiligt; der ganze Vorgang geschieht außerhalb der Sinnesorgane (VM) und ihrer Sinnesfunktionen (VF). Man muss sich freilich fragen, wieso können Informationen in anderer Weise übertragen werden als in derjenigen, die wir gewohnt sind, und die die Naturwissenschaftler herausgefunden haben, nämlich durch materielle Ereignisse wie elektromagnetische Wellen oder Schallwellen, durch kausale Einwirkung von Materie auf Sinnesnervenzellen, so dass man die Materie riechen, schmecken oder tasten kann?  Die Antwort ist nicht allzu schwer zu finden: Naturwissenschaftler machen ihre Experimente mit Geräten, also mit materiellen Dingen, folglich können sie nichts anderes herausbekommen als Materielles - inklusive Informationsaustausch zwischen Materien. Bis zum 18. Jahrhundert hat man unter der "Natur" des Menschen nicht nur seinen materiellen Körper verstanden, sondern auch Seele und Geist. Seit dem 19. Jh. gilt als "Natur" nur noch Materie, und "Naturwissenchaft" nur noch "Materiologie". Ein Wunder fast, dass Naturwissenschaftler im 20. Jahrhundert mittels Denkens auf etwas gestoßen sind, das NICHTS Materielles ist, aber die Existenz von Materie bedingt: das "Vakuum". Nun müssen sie im 21. Jh. noch ein bisschen weiterdenken und dahinter kommen, dass es außer Materie (materiale Seinsweise) und nicht-materiellem Vakuum (in der ordinalen Sw) noch ein Drittes und Viertes gibt: die funktionale und die phänomenale Seinsweise (und dass das Vakuum UCO noch ein individuelles Pendant besitzt: die ICO). Was konkret hier interessiert ist dies: Die beiden ICOs der Personen a und b gehören der ordinalen Sw. an. Die ordinale Sw aber ist zeit-, raum- und energie/masse (ZRE)-los. Das ist der Grund, warum Informationen innerhalb der ordinalen Seinsweise "frei herumschwirren" können; sie werden nicht durch Energien oder Massen gehemmt, zurückgehalten oder sonstwie behindert, auch nicht durch räumliche Grenzen (ASW findet erwiesenermaßen über sehr große Entfernungen statt), auch nicht durch Zeitschranken (man kann Vergangenes, d.h. nicht mehr Existierendes, ebenso wahrnehmen wie erst in der Zukunft Vorhandenes und gegenwärtig noch nicht Existierendes).

"Gedanken-Lesen" (ICOa-ICOb-Überlagerung) ist nur eine von mehreren Leistungen telepathischer Übertragung von Informationen. ICO ist eine Rechtswelt und als solche abhängiges Korrelat "ihrer" Linkswelt, der ICC. So ist verständlich, dass bei telepathischen Kontakten nicht nur fertige Gedanken übertragen werden, sondern auch das Denken selbst (ICC), das die Gedanken (ICO) produziert. Diese Beziehung wird in der 2. Reihe der Abb. 1 dargestellt. Es bleibt dabei die Freiheit des Transfers von ZRE erhalten. Zwar läuft das Denken selbst zeitgebunden ab, aber da bei beiden Personen das zeitbebundene ICC fest mit "seinem" jeweiligen ICO der ZRE-freien ordinalen Sw verknüpft ist, erfolgt der Informationstransfer auch hier über die ordinale Sw und somit problemlos.

Wegen der festen Korrelation von ICC und ICO wird sich experimentell sicher schwer feststellen lassen, ob in einem konkreten Fall nur ein Gedanke übertragen wurde, oder auch das Denken dieses Gedankens gleich mit. Eines aber ist sicher: die Verbindung zweier Personen über die ordinale Sw (wenn sie denn über die ordinale Sw. erfolgt) geht bis in die niederenWelten  der phänomenalen Seinsweise hinein, d.h. sie umfasst auch die Welt der Psychischen Bewusstseine (PC). Zwar habe ich Telepathieversuche noch nicht systematisch betrieben, aber sämtliche gelegentliche Beobachtungen, die als telepathische Übertragung zu interpretieren waren, zeigten, dass die ASW-Perzepte der "empfangenden" Person die gleichen visuellen Formen besaßen wie die Vorstellungen der "sendenden" Person, Formen nämlich, die in der ETVG zur Genüge als solche in der Welt PC auftretenden beschrieben worden sind. Die 3. Reihe der Abb. 1 veranschaulicht auch diese weitergehende Beziehung zwischen den telepathisch verbundenen Personen a und b.

So wie die "Geister" a und b sich "vermischen" können, können sie sich auch wieder "entmischen". Die "Vermischung" findet offenbar nicht nur zwischen Geist a und Geist b statt (also auf der mentalen Persönlichkeitstufe ICC-ICO), sondern betrifft mindestens auch noch die Welten PC. Dass sie noch weiter von der ordinalen Sw entfernte Welten betreffen kann, vor allem die Welt PF, ist anzunehmen, denn die in der Sinnes- wie der Außersinneswahrnehmung zu beobachtenden Aktualgenesen in der Rechtswelt PC geschehen ja (in der Sinneswahrnehmung) durch Aktualisierung der Gegebenheiten ihrer Linkswelt PF.

Stand: 15. April 2007

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